"What did he say?"

ERICH KLEIN | Kultur | aus FALTER 14/03 vom 02.04.2003

LITERATUR. In seiner soeben veröffentlichten Essaysammlung "Die exilierte Sprache" umkreist Imre Kertész klassische Themen des ausgehenden 20. Jahrhunderts - und beharrt dabei stets auf Kunst. 

Ein Schriftsteller muss sich vor allem davor hüten, geistreich zu werden, wenn er nichts mehr zu sagen hat." Die antiquiert anmutende Maxime stammt vom Ungarn Imre Kertész und bezieht sich auf das eigene Schreiben. Holocaust und die Gefahr, "geistreich zu werden"? Hat nicht gerade Kertész, der für den "Roman eines Schicksallosen", die Beschreibung seiner Deportation in das Konzentrationslager Buchenwald, voriges Jahr den Nobelpreis für Literatur bekam, mit seinen Büchern ("Fiasko", "Kaddisch für ein ungeborenes Kind"), den wenigen Erzählungen und zwei Journalen ("Galeerentagebuch", "Ich - ein anderer") höchste Schreibökonomie, Zurückhaltung und das Gegenteil von geistreicher Instrumentalisierung der Shoah bewiesen?

  Der Akzent bei Imre Kertész' Überlegung liegt denn auch auf "etwas

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