Sideorders: Essen im Palais

Stadtleben | aus FALTER 14/03 vom 02.04.2003

Es ist schon wirklich eigenartig, aber die Tatsache, dass es in Wien ja tatsächlich eine ganze Menge Palais gibt, schlägt sich gerade in diesem Frühling gastronomisch voll zu Buche. Schon klar, in den zumeist barocken Stadtschlössern gibt es erstens jede Menge Platz, und jenen Leuten, die heute ein Palais übernehmen, fehlt es zweitens zumeist auch nicht an der Kohle. Folgende Palaisprojekte sind gerade aktuell:

Terzo, 1., Palais Daun Kinsky, Freyung 4.

In dem prächtigen Fischer-von- Erlach-Palais, in dem Besitzer Karl Wlaschek auch schon sein Mausoleum eingerichtet hat, scheiterten die Gebrüder Haslauer (Novelli) mit ihrem Restaurant gleich zweimal. Jetzt probiert es Peter Zöhrer, bisher schon mit der Marqués Bar und der Bodega Marqués recht erfolgreich, mit einem Italiener: authentische, "einfache" Italo-Küche ohne Chichi, ordentliche Pasta und deftiges Schmorfleisch. Wenig Fisch, weil teuer und damit nicht konzeptkonform, preiswerte Weine von unbekannteren Produzenten. Eröffnung ist Ende dieser Woche, mehr dazu demnächst.

Albertina, 1., Augustinerstr. 1.

Nicht nur der Augustinerkeller wurde runderneuert und um ein - in erster Linie wegen des Hollein-Designs - bemerkenswertes Café Atelier ergänzt, auch in der Albertina selbst gibts wohl bald etwas zu essen: Attila Dogudan nämlich wird hier kochen lassen, die Gestaltung des Restaurants checkte Arkan Zeytinoglu, der auch schon die Bar Italia machte. Was es zu essen gibt, kann man sich vorstellen, die Terrasse dürfte überirdisch werden. Die Eröffnung ist längst überfällig.

Palais Coburg

Auch noch im Laufe dieses Jahres soll das Palais Coburg eröffnen, und zwar mit multipler Gastronomie in Form von Weinbar, Internetcafé und Restaurant. Hört man derzeit aber relativ wenig davon.


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