TIER DER WOCHE: Aprilfisch

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 14/03 vom 02.04.2003

"The first of April is the day we remember what we are the other 364 days of the year"

Mark Twain

Wurden Sie heuer in den April geschickt? Wahrscheinlich nicht, denn der Aprilscherz ist bei uns mit den Jahren immer mehr heruntergekommen und gilt nur noch unter Kindern als Spaß. Diese sollen dann beispielsweise in die Apotheke gehen, um ein Päckchen Ibintum (Ich bin dumm) oder Kuckucksöl zu besorgen. Einer der vielen Erklärungsversuche bringt dieses halblustige Brauchtum auch mit dem Herumschicken Christi "von Pontius bis Pilatus" in Verbindung. Angeblich stammt der Ursprung dieses seltsamen Tages aus Frankreich. König Karl IX. verlegte 1564 das bislang am 1. April gefeierte Neujahrsfest auf den 1. Jänner. Wer weiterhin am falschen Tag feierte, war ein Narr und bekam von den anderen einen Papierfisch auf den Rücken geheftet. Bis heute wird diesen Spaßopfern "poisson d'avril" (Aprilfisch) nachgerufen.

In den Achtzigerjahren gab es noch Zeiten, wo sich der österreichische Rundfunk zu


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