Pensi-Politik


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 15/03 vom 09.04.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Wie kann man sich die Pensionsreform der Regierung erklären? Nur mit dem ganz großen Plan. 

Kaum ist die Regierung im Amt, brauchen wir wieder diese benediktinische Gelassenheit, um sie ertragen zu können. Wir bedürfen jenes tiefen fraglosen Vertrauens, das nicht ständig nach der Einhaltung von Vertrauensgrundsätzen ruft. Das wäre Kleingläubigkeit! Nur Kleingläubigkeit klebt an dieser krämerischen Verabredung zwischen Menschen, deren Gültigkeit es bedarf, wenn Leute etwas miteinander aushandeln. Das benediktinische Vertrauen fragt nicht nach solch weltlichem Kleinkram, es hebt den Blick nach oben, während wir Kleinkrämer nur die Augen verdrehen.

Vertrauen, ich bitte Sie! Wir sind in einer universellen Vertrauenskrise. Wem kann man denn heute schon vertrauen? Einem Armeeoberkommando beliebiger Provenienz etwa? Einem Kriegskorrespondenten, sei er eingebettet, im Hotel einquartiert oder vor dem Bunker im Bundeskanzleramt postiert? Einem Rosenverkäufer?

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