Und danach?

Vorwort | OTMAR HÖLL | aus FALTER 15/03 vom 09.04.2003

IRAKKRIEG. Ein militärischer Sieg der USA ist absehbar. Aber ist ein politischer Sieg ebenso sicher? 

Je länger der Krieg im Irak und damit die Berichterstattung über ihn dauert, desto mehr verengt sich der Kontext des Denkens und Redens. Alles dreht sich um eine Frage: Wann und wie werden die militärtechnologisch überlegenen Truppen der Koalition Bagdad einnehmen und das Regime beseitigen, oder werden sie in einen Zermürbungskrieg verwickelt und letztlich ihr Ziel nicht erreichen?

  Trotz einer Reihe schwerer Fehleinschätzungen des US-Verteidigungsministeriums ist der militärische Sieg wohl letztlich nur noch eine Frage der Zeit. Aber sind die eigentlichen Fragen jenseits des menschlichen Leidens, das die Koalitionstruppen unzweifelhaft in Kauf genommen haben, nicht vielmehr jene, die sich erst nach dem Ende der Kampfhandlungen, aber dann in aller Deutlichkeit, stellen werden? Dann wird es darum gehen, ob aus dem militärischen Sieg der Koalitionsarmee auch ein politischer Sieg


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