Sichere Geldbunker

Vorwort | CHRISTIAN FELBER | aus FALTER 15/03 vom 09.04.2003

BANKGEHEIMNIS. Es nützt nur Steuerhinterziehern und Diktatoren. Der Finanzminister klammert sich trotzdem daran. 

Während von Saddam Husseins Palästen nur mehr Ruinen stehen, sind seine Ersparnisse außer Reichweite der US-Bomben. Wo aber sind sie genau? Liegen sie gar auf geheimen Konten in Österreich? Dieser Tage erging ein Amtshilfeersuchen des US-Finanzministeriums an die Republik. Der Grund: Österreich hütet ein strenges Finanzgeheimnis. Schwarzgeld erhält hier relativ unbürokratisch Asyl. Auch die Schweiz ist im Visier der Vermögensfahnder: Es wäre nicht das erste Mal, dass ein blutiger Schlächter vom "Finanzplatz Matterhorn" angezogen würde: Die notorischen Diktatoren Abacha (Nigeria), Mobutu (Zaire), Marcos (Philippinen) und Baby Doc (Haiti) profitierten bereits vom eidgenössischen Bankgeheimnis.

  Steueroasen und Bankgeheimnis sind aber nicht nur für korrupte Diktatoren attraktiv. Laut Internationalem Währungsfonds sind in Steueroasen mindestens sieben Billionen


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