HERO DER WOCHE: Klaus Steiner

Politik | aus FALTER 15/03 vom 09.04.2003

Klaus Steiner ist ein lästiger Beamter. Jahrelang hat er illegale Vorgänge bei der Abwicklung von Flächenwidmungen im Magistrat dokumentiert und die zuständigen Politiker, rote und schwarze, alarmiert. Vergeblich. Seine Warnungen wurden ignoriert. Bis das von den Grünen eingeschaltete Kontrollamt im Februar 2002 in einem Bericht Steiner in vielen Punkten Recht gab. Die Konsequenzen für den Aufdecker des Skandals: Er wird im Rathaus geschnitten. Weil er nicht nur die beschuldigten Beamten, sondern auch die verantwortlichen Politiker als "Opportunisten und Angsthasen" kritisiert. Dass er sich damit sein Leben im Magistrat selbst schwer macht, wusste Steiner. Geschwiegen hat er trotzdem nicht - auch nicht bei seinem Abgang in den Ruhestand: "Quasi außer Dienst gestellt und als Störenfried gemieden, kann ich nur mehr in Pension gehen."


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