WIE SICH EINE PENSION ERRECHNET: Bonus & Malus

Politik | aus FALTER 15/03 vom 09.04.2003

Nach bislang geltendem Recht wird als Bemessungsgrundlage einer ASVG-Pension der monatliche Durchschnitt der besten 15 Verdienstjahre innerhalb eines Arbeitslebens ("Durchrechnungszeitraum") herangezogen. Von dieser Summe erhält der Versicherte einen bestimmten Prozentsatz als Rente ausbezahlt, maximal aber achtzig Prozent. Dieser Anteil errechnet sich, indem die Zahl sämtlicher Versicherungsjahre mit dem so genannten Steigerungsbetrag multipliziert wird. Dieser Steigerungsbetrag beträgt derzeit "2". Ein Arbeitnehmer benötigt also vierzig Versicherungsjahre, um seine Maximalpension von achtzig Prozent zu erreichen.

  Nach den Buchstaben des Entwurfes für die Pensionsreform wird die Bemessungsgrundlage aber künftig nicht mehr aus den besten 15, sondern aus den besten vierzig Verdienstjahren errechnet. Damit werden auch Jahre mit niedrigerem Einkommen einbezogen, was die Durchschnittssumme natürlich senkt. Der Steigerungsbetrag beträgt nur noch "1,78". Somit sind künftig 45 Versicherungsjahre notwendig, um die Höchstpension von 80 Prozent zu erreichen. Männer und Frauen, die vor dem gesetzlichen Pensionsalter von 65 beziehungsweise 60 Jahren in Pension gehen, müssen pro Jahr einen Abschlag von 4,2 Prozent hinnehmen. In Summe sind die Abschläge aber mit 15 Prozent begrenzt. Wer länger als vom Gesetz vorgesehen arbeitet, bekommt 4,2 Prozent dazu.


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