Kollateralnutzen

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 15/03 vom 09.04.2003

IRAKKRIEG. Zwischen Amerikanismus und Despotie, Pazifismus und Bellizismus, hippieartiger Sexyness und Radical Chic: Ein Versuch, gegen diesen Krieg zu sein und intellektuell redlich zu bleiben. 

Die Befürworter und die Gegner des Irakkrieges verbindet, auch wenn sie sonst nichts eint, immerhin eines: Sie tragen nicht ein, sondern mehrere Argumente vor, deren Häufung ihre Sache schwächer macht.

  Warum muss, aus Perspektive der Bush-Regierung, dieser Krieg geführt werden? Weil der Irak über Massenvernichtungswaffen verfügt; weil man verhindern muss, dass er sich solche beschafft und sie einsatzfähig macht; um Saddam, einen exzeptionellen Despoten, von der Macht zu vertreiben - das "spezielle" Regime-Change-Argument, wie man es nennen könnte; weil Saddam ein Despot in einer Region ist, an der die weltweite Demokratisierungstendenz vorbeigegangen ist und in die nun, mit dem Irak beginnend, die Demokratie exportiert werden soll - das "verallgemeinerte" Regime-Change-Argument.

  Warum


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