Null Komma Leben

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 15/03 vom 09.04.2003

THEATER. Neue Stücke über Liebe und Tod: "Die Zeit der Plancks" von Sergi Belbel im Burgtheater, "Lulu" von Gustav Ernst im Volkstheater. 

Die größte Überraschung dieses Burgtheaterabends setzte es bereits vor Beginn der Vorstellung: Hermes Phettberg saß im Parkett. Wenn der Falter-Predigtdiener - der normalerweise überhaupt nicht ausgeht und schon gar nicht ins Theater - eine Premiere besucht, muss es dafür einen guten Grund geben. Zwei Tage später wurde das Rätsel gelüftet: Phettberg war von der Sonntagszeitung der Frankfurter Allgemeinen als Kritiker engagiert worden. "Es war eine leichte, schöne, flockige Aufführung", resümiert er, und obwohl das Sterben eines Mannes eigentlich kein sonderlich flockiges Thema ist, hat Phettberg Recht.

  "Die Zeit der Plancks" des vierzigjährigen katalanischen Dramatikers Sergi Belbel ist ein Stück über den Tod und über die Zeit - und darüber, wie relativ das eine im Vergleich zum anderen ist. "Was ist unser Tod verglichen mit dem


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