StadtMenschen

Stadtleben | aus FALTER 15/03 vom 09.04.2003

Der Name tönt bombastisch, die Forderungen sind nicht gerade bescheiden: Die seit einigen Monaten hierorts ansässige "Utopische Nonprohibitionistische Organisation" (U-N-O) verlangt mit Nachdruck das "Recht auf Rausch". Rund dreißig Beherzte machen bei dem Verein mit; dass es dabei aber keineswegs nur ums selige Zugedröhntsein geht, bestätigen der Jugendarbeiter Thomas Tesar, der Verkäufer Rainer Müller und die Studentin Michele Fabian: "Mann muss ohne Tabuisierungen über Drogen reden können", so Tesar. Von 10. bis 13. April haben die U-N-O-Mitglieder jetzt auch an diversen Orten einen Veranstaltungsreigen zum Thema organisiert. Internationale Experten referieren etwa über "Drogen und Rassismus" oder "Legalisierung der Entkriminalisierung"; Ausstellungen, Filmschauen, Workshops und Performances runden das Programm ab. Am 12. April findet zudem eine "Internationale antiprohibitionistische Demonstration" statt; dabei werden, ein wenig Aktionismus muss sein, Hanfsamen in Luftballons gefüllt und gegen Himmel geschickt. Infos: www.u-n-o.org Wo. P.


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