Hasenzeit

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 16/03 vom 16.04.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Saisonale Betrachtungen fernab von Politik und publizistischem Kleinkram. 

Frohe Ostern, liebe Leserinnen und Leser! Das Fest des Hasen naht, des Wappentiers eines Landes, in dem niemand von nichts etwas weiß. Hasenzeit bedeutet, es ist höchste Zeit, anlässlich der fröhlich sprießenden Pflänzlein und Gräser einmal von dem abzusehen, was in unserer Politik ins Kraut schießt. Was den Journalismus betrifft: Die fettesten Blättern strotzen derzeit auch nicht gerade vor Saft, im Gegenteil, sie erleben magere Zeiten.

  In der größten Zeitung des Landes werden der falbe Kardinal, der dralle Bischof und noch ein rechtsradikaler Kolumnist die österliche Welt erklären. Aber die Krone ist Schnee von gestern, auch der mit Gewalt wieder gerade gehängte Haussegen zwischen Herausgeberhauptgeschäftsführer Dichand und seinen deutschen Kompagnons ändert nichts daran, dass die Zeit des Boulevardsauriers längst begonnen hat, abzulaufen. So weit rechts, dass es


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