First we take Bagdad ...

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 16/03 vom 16.04.2003

AUSLAND. Der Sieg im Irak stärkt die neokonservativen Hardliner in Washington, die immer stärker Richtung Syrien schielen. 

Wenn Tyrannen fallen, dann ist die Scham vor Gefühlen fehl am Platz, wie problematisch die Umstände auch sein mögen. Der Sturz von Saddam Husseins Regime, erzwungen durch die überlegene Macht der amerikanischen Präzisionswaffen und Panzer, befreit die irakische Bevölkerung von fast dreißig Jahren Angst und Terror. Ein grausames Despotenregime weniger auf der Erde, das ist Grund zur Freude. Wenn sich in den nächsten Wochen und Monaten die Folterkammern des Regimes öffnen, dann werden wohl nicht nur die Henker selbst, sondern auch deren zahlreiche Freunde von Paris bis Moskau und Washington, Gaza und Klagenfurt dringenden Erklärungsbedarf haben.

  US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der sich nur ungern an seinen eigenen Besuch bei dem damals vom CIA massiv unterstützten Saddam Hussein Anfang der Achtzigerjahre erinnert, beweist historisches Bewusstsein,


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