Kommentar: Ich breche eine Lanze für das Tanzquartier

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 16/03 vom 16.04.2003

Obwohl es im MuseumsQuartier untergebracht ist, hat sich das Tanzquartier Wien (TQW) in den vergangenen zwei Jahren zu einem der wichtigsten Bühnenorte der Stadt entwickelt. Die Halle G ist nun auch außerhalb der Festwochen ein Fixpunkt auf dem Wiener Theaterstadtplan - und das nicht nur für das Tanzpublikum im engeren Sinn, sondern für alle, die über Burg und Josefstadt hinaus an szenischer Kunst interessiert sind und über den Tellerrand der Wiener Offszene hinausschauen wollen. (Umgekehrt werden heimische Gruppen, die im Tanzquartier auftreten, durch den internationalen Kontext aufgewertet.)

Kurz: Das Tanzquartier funktioniert erstaunlich gut. Trotzdem wird man den Eindruck nicht los, dass die Stadt ihre vielleicht beste Erfindung der letzten Jahre nicht zu schätzen weiß. Jüngstes Indiz: die eher groteske Debatte um Choreographin Liz King, die - wie profil diese Woche berichtet - mit ihrem Tanztheater Wien gern ins Tanzquartier einziehen würde. Die in Wien lebende Britin, die


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