KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 16/03 vom 16.04.2003

Ein Luftballon wird unter Eis so lange aufgepumpt, bis er die gefrorene Schicht durchstößt. Eine Badende dreht sich wie eine Schraube im Wasser, steigt auf, taucht unter und erzeugt so elegante Wellenmuster. Diese unorthodoxen bildhauerischen Positionen mit Grenzgang zur Performance von Roman Signer (Fotos) und Asta Gröting (Video) sind derzeit bei der Ausstellung "Discussing sculpture" in der Galerie Martin Janda (bis 17.5.) zu sehen. Unter den teilweise ganz klassischen Ansätzen werden auch edle Materialien lakonisch-humorvoll verwendet: So platziert Ayse Erkmen eine gewellte Form aus Silber auf einer Holzschachtel, so als ob eine Wolke über der Kiste schweben würde, und der Italiener Ettore Spalletti verpasst einem Quadrat aus schwarzer, lichtabsorbierender Keramik einen Glanzpunkt aus Blattgold. Martin Boyce zitiert in seinen Plastiken Gebrauchsgegenstände, während Joe Scanlan auf Fotos vorführt, wie seine ebenfalls gezeigte Holzskulptur als Bücherregal funktioniert. Ein Formenspiel


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige