Heulen in der Königsloge

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 16/03 vom 16.04.2003

FILM. Karan Johars Bollywood-Epos "Sometimes Happy, Sometimes Sad" ist den Gefühlen des Publikums ganz zu Diensten. 

Masala-Movies" lautet die ironische Bezeichnung für jene indischen Filme, die diverse Stimmungen und Gefühle zu einem Plot verkochen: Karan Johars "Sometimes Happy, Sometimes Sad" (Originaltitel: "Kabhi Khushi Kabhie Gham"), nach dem Kolonialepos "Lagaan" das zweite Hindimusical, das in Österreichs Kinos startet, trägt dieses Rezept schon im Titel vor sich her.

  Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein Sohn aus reichem Hause (dargestellt von Shah Rukh Khan, Indiens Brad Pitt) verliebt sich in ein armes Mädchen und heiratet dieses gegen den Willen des Vaters, worauf ihn der alternde Patriarch (Amitabh Bachchan, indischer Millionenshow-Moderator und Schauspielstar der alten Garde) verstößt. Widerwillig begibt sich der Sohn ins Londoner Exil, wo sich der Schmerz um den Verlust von Eltern und Heimat zu einer großen, in diversen Liedern und Tanzeinlagen beschworenen


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