Theater um die Oper

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 16/03 vom 16.04.2003

MUSIKTHEATER. Das L.E.O., das Letzte Erfreuliche Operntheater, feiert dieser Tage sein zehnjähriges Bestehen und ist mit Sicherheit die kleinste Opernbühne der Stadt. Aber ist es auch wirklich das letzte erfreuliche Operntheater in Wien? 

Dreißig Stühle, neun Tische, eine Bühne, ein Klavier. Mit viel weniger kann ein Musiktheater kaum noch auskommen. Doch Stefan Fleischhacker, Gründer, Leiter und Sängerstar des kleinsten Wiener Opernhauses in einer Person, ist sich sicher: Sein L.E.O. ist, bei aller Bescheidenheit der Mittel, das "Letzte Erfreuliche Operntheater" der Stadt. Seit zehn Jahren arbeitet der Tenor als freier Opernproduzent, seit 1998 bespielt er an rund hundert Abenden im Jahr sein eigenes Haus: eine ehemalige Tapeziererwerkstatt in der Beatrixgasse - ein Lokal, das anstandslos als jene verruchte "next Whiskey-Bar" durchginge, die in Kurt Weills "Mahagonny Songspiel" so dringend gesucht wird. Schummriger Twenties-Charme im Souterrain, Vorstadtvarieté-Feeling und karge


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