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JAN TABOR | Kultur | aus FALTER 16/03 vom 16.04.2003

DER BAUKASTEN. Anmerkungen zur Architektur. Diesmal: späte Genugtuung für den 80-jährigen Architekten Joern Utzon und zwei Ausstellungen über den österreichischen Architekten Ernst A. Plischke (1903-1992). 

Neunzehnhundertachtundneunzig war ein denkwürdiges Jahr für die Weltarchitektur. In Wien wurde ein bedeutender internationaler Architekturpreis erfunden, und in Kopenhagen feierte der wohl unterschätzteste Architekt des 20. Jahrhunderts seinen achtzigsten Geburtstag: Joern Utzon. Jetzt, endlich, wurde er mit dem Pritzker Price, der als der Nobelpreis für Architektur apostrophiert wird, ausgezeichnet.

  Gäbe es einen Preis für Einfallslosigkeit der Preisrichter, dann hätten ihn 1998 die Juroren des österreichischen Friedrich-Kiesler-Preises verdient. Dafür, dass sie den mit Preisen aller Art bereits überhäuften Frank O. Gehry ausgezeichnet haben. Gehry im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Spektakel um das gerade fertig gestellte Guggenheim-Museum in Bilbao auszuwählen,

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