NÜCHTERN BETRACHTET: Quatre nuits du Rintintin

Kultur | aus FALTER 16/03 vom 16.04.2003

Nachdem ich meiner Wohnung kurzzeitig abhanden gekommen war, bin ich jetzt wieder öfters in ihr anzutreffen - wenn man mich zwischen dünn geschlafenen Rheumalinddecken, bedrucktem Papier und ungewaschenem Geschirr findet. "Ah, da bist du!" rufen Frau und Kind aus, um unverrichteter Dinge wieder ihrem Tagwerk, dem Versauen und Verlegen meiner historischen Sakebecherchen und Chinalackdöschen, nachzugehen. Sollen sie ruhig, ich habe ja noch immer meine Schnürlsamtsakkosammlung! Der schönste Schnürlsamtsakkofilm aller Zeiten lief übrigens, während ich das Filmmuseum bewohnte, just ebendort. Er heißt eigentlich "Quatre nuits d'un reveur", aber weil ich Französisch nur mit Untertiteln verstehe (die es mittlerweile sogar im Filmmuseum gibt!), habe ich ihn schon vor Jahrzehnten zu "Quatre nuits du Rintintin" verballhornt. In einem sehr begrenzten Kreis hat sich diese kleine Korrumpierung sogar durchgesetzt. Kollege Omasta führte erst unlängst mit einer urberühmten französischen Regisseurin


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