Stadtrand: Auf die Schokoladenseite!

Stadtleben | aus FALTER 16/03 vom 16.04.2003

Schon gesehen? Nicht nur die Albertina-Fassade ist frisch herausgeputzt, auch den Staatsoperndirektor dürfte der Frühjahrsputzteufel geritten haben: Das Haus am Ring erstrahlt in neuem Glanz. Renoviert wurde allerdings nur der rückwärtige Teil des Opernhauses, der dem Hotel Sacher zugewandte. Die Staatsoper hat jetzt also eine Schokoladenseite in doppeltem Sinn. Doch wo werden künftig die großflächigen Reklameplanen angebracht? Gut, an den Gerüsten am Naturhistorischen Museum gibts noch ein paar freie Werbeflächen (die "Ö1 gehört gehört"-Einschaltung war immer besonders gut zu sehen vom 16:9-Panoramafenster im Mumok aus), und auch am Kunsthistorischen Museum wirbt noch das ein oder andere Barbapapachen für Kredite. Aber sonst schauts mager aus mit temporären Werbeflächen in der Innenstadt: kaum Bauzäune, kaum Gerüste, keine Containerburgen. Doch, bei der kleinen Kunsthalle am Karlsplatz wurde jetzt eine neue, potenzielle Plakatwand errichtet. Und zwar bedenklich nahe an der Kunsthallencaféterrasse. Wobei Werbeplakate ja das kleinere Übel darstellen. Schlimmer wären Baulärm und Dreck direkt neben dem schicken Präsentierteller. C. W.


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