Jugend morscht

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 16/03 vom 16.04.2003

NEUES LOKAL. Im kargen Niemandsland zwischen Penzing und Fünfhaus kocht ein junger Mann namens Jerusalem in einem Hinterhof.

Sie kenne die Gegend, mailte mir eine Freundin mit warnendem Unterton, und ein Lokal, das weder Kebab noch Beziehungen zur Chinesenmafia noch eine Kellnerin namens Gabi zu bieten habe, könne dort nicht länger als zwei Wochen überleben. Also Kebabs gibt es im neuen Futterboden jedenfalls mal keine, der Rest entzieht sich der Wahrnehmung, Tatsache aber ist, dass dieses Lokal im ehemaligen Pferdestall eines Tierfutterhändlers bereits seit Dezember existiert. Wobei sich meine liebe Freundin hinsichtlich ihrer Prognosen auch mal irren kann.

Für die Gegend, in der sich außer grindigen Eckbeisln sonst eigentlich nicht viel tut (Ausnahme Sargfabrik), ist der Futterboden von Nicolas Jerusalem sicher etwas Besonderes: Industrieparkett, Blechlampen, schweres Holzmobiliar, eine etwas selbst gebastelt wirkende Bar und ein Lounge-Bereich mit Ikea-Flair. Immerhin. Dass einem


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