Neue linke Welle

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 17/03 vom 23.04.2003

radical chic. ZÇizÇek, Moore und "Raf 'n' Roll", Rebellengesten in Hollywood, Peace-Gesichter, Che und Mao. Zwei Jahrzehnte nach Wollpulli und Birkenstocksandalen sind linke Gesten wieder cool. 

Der Zorn hatte sich offenbar lange aufgestaut. Was der Mann schreibe, habe "etwas Verkommenes, geistig Verwahrlostes", wütete der Zeit-Feuilletonist Jörg Lau unlängst im Merkur, und es "umweht etwas entschieden Romanhaftes diese Erscheinung". Derart in Rage hatte den konservativ gewordenen Jungkritiker ein Mann gebracht, der drauf und dran ist, "zu den ganz großen Stars des transatlantischen Kongress-Jet-Sets" zu werden - der slowenische Philosoph Slavoj ZÇizÇek.

  ZÇizÇek produziert auf provozierende Weise linke Theorie und hat damit auch noch Erfolg. Unlängst, dies ließ das Fass offenbar überlaufen, hat er einen schmalen Suhrkamp-Band herausgebracht. "Die Revolution steht bevor. Dreizehn Versuche über Lenin". Darin versucht ZÇizÇek, die "Lenin'sche Geste" zu retten, ohne simpel

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