Cuba, non libre

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 17/03 vom 23.04.2003

PRESSEFREIHEIT. Tschechische Zeitungen und Vaclav Havel protestieren gegen Fidel Castro. 

Hundertfünfzig Menschen, darunter der tschechische Vizeaußenminister Alexandr Vondra, demonstrierten vergangenen Mittwoch vor der kubanischen Botschaft in Prag. Sie protestierten gegen Diktator Fidel Castro, der im Schatten des Irakkrieges 78 Oppositionelle und Journalisten verhaften ließ, die nun in geheimen Schnellprozessen abgeurteilt werden.

  Initiiert wurde die Kundgebung von Ivan Lamper, Herausgeber der Prager Zeitung Respekt, ein liberales Intellektuellenblatt, das Karl Schwarzenberg gehört. Organisiert von der Menschenrechtsorganisation Clovek v tisni. Außerdem setzte Lamper einen Brief auf, den mittlerweile zwölf tschechische und slowakische Chefredakteure unterschrieben haben. Sie fordern vom Diktator in Havanna, dass er alle politischen Gefangenen freilässt. "Wir kennen solche Verfahren aus den dunklen Jahren, als unser Land von einem kommunistischen Regime regiert wurde", schreiben sie: "Wir versichern unseren kubanischen Kollegen, dass sie nicht alleine sind. Unsere Gedanken sind bei ihnen." Nun wird Geld für die Inhaftierten gesammelt, das tschechische Senatoren dann nach Kuba bringen werden.

Damit die Kubaner auch etwas davon mitbekommen, wird der frühere Dissident und ehemalige tschechische Präsident Vaclav Havel demnächst im kubanischen Exilradio Martí, das von Miami aus sendet, sprechen.

  Das Spendenkonto wurde bei der Ceskoslovenska obchodni banka (CSOB) eingerichtet, Konto-Nr.: 576 785 453/0300. Der Ansprechpartner bei Clovek v tisni ist Carlos Gonzles, Tel. 00421/72!30!23-123.


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