Kommentar: Klassisch zu sein, bedarf es wenig

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 17/03 vom 23.04.2003

Es gibt ständig was zu feiern! Vor wenigen Tagen wäre es zum Beispiel der 125. Geburtstag Robert Walsers gewesen, den der Suhrkamp Verlag mit Sonderausgaben und Neuauflagen begleitet. In den jüngeren Kunstsparten dreht sich das Karussell des Jubilierens noch viel schneller, und die Wiederkehr diverser Artefakte reicht mitunter schon in die eigene Biografie. Vor dreißig Jahren etwa wurde Pink Floyds Album "Dark Side of the Moon" eingespielt. Ein willkommener Anlass für ein Reissue unter Aufbietung der avanciertesten Reproduktionstechnologien - etwas, wofür der psychedelische Bombast dieser Band besonders geeignet ist. Wer weiß, ob man sich des runden Geburtstages überhaupt entsonnen hätte, wäre Pink Floyd eine krachige Punk-Band gewesen.

Auch "Stranger than Paradise" hat schon wieder zwanzig, pardon, 19 Jahre auf dem Buckel. Grund genug, zurückzublicken und mit Regisseur Jim Jarmusch ein Interview zu führen (siehe Seite 64). Ein Klassiker? Alles ist relativ. In der Wiener U-Bahn


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