WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 17/03 vom 23.04.2003

Gedanken zur Schöpfung

Anlässlich des runden Geburtstags wurde im Goldenen Saal des Musikvereins Joseph Haydns "Die Schöpfung" zur Aufführung gebracht, und als dabei der Dirigent das Pult betrat, war es dem Zuhörer und Zuschauer klar, dass es sich hier um lebendige Musikgeschichte handelt. (...) Gewiss, wenn man sich auf den Inhalt konzentriert, könnte man wohl so einige Einwände bringen, wird doch von einer Schöpfungsgeschichte berichtet, die so ganz und gar nicht mit unserem naturwissenschaftlichen Geist von heute zusammenpassen will. Da wird in sieben Tagen eine Welt erschaffen, wo weder Reihenfolge der Entstehung der Arten noch die Biologie berücksichtigt wird. Und alles entsteht unter der Aufsicht Gottes und der Begutachtung durch drei Engel. Sicherlich nicht sehr heutig, doch Haydns Musik steckt diesen Text in eine naive Weisheit, die unserem Wissen weit überlegen ist.

Ihr Einkauf berichtet aus dem Musikverein.

Es war die Unke

(...) heute ist er mehr anerkannt als so manche seiner Kollegen. Auch die Kritiker ließen sich eines Besseren belehren, sodass die Unkenrufer zu Nachtigallen mutiert sind.

Ebenda über das 50-jährige Jubiläum von Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus.

Tanzpoesie

Das zwischenmenschliche Bedürfnis nach Bindung manifestiert sich oft in den daraus entstehenden Verschwemmungen bzw. Auflösungen persönlicher Grenzen, den Konflikten und Verhärtungen. Jene Manifestationen werden in der Choreographie von der Beschaffenheit des Wassers abgeleitet und in abstrakte Bewegung (Film) umgesetzt. Inspiriert von der scheinbar magischen Wandlung des Wassers zwischen flüssig und fest, abgegrenzt und verschmolzen, lassen Maar und Weare ein Stück von transformativer Physikalität entstehen.

Pressetext zur Choreographie "Fließend" im Kosmos.


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