"Mein Zielpublikum bin ich"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN  | aus FALTER 17/03 vom 23.04.2003

LITERATUR. Mit seinem Wälzer "Rumo" legt der Schriftssteller und Zeichner Walter Moers nun bereits seinen dritten Roman aus dem Phantasy-Land Zamonien vor. Mit dem "Falter" sprach der öffentlichkeitsscheue Autor über Arbeitseifer, Alkohl und andere Drogen. 

Entgegen dem Glaubensbekenntnis mancher Kulturpessimisten kann das Gute mitunter auch das gut Verkaufte sein. Der 1957 in Mönchengladbach geborene Walter Moers, der bis dahin vor allem als Comiczeichner ("Das kleine Arschloch", "Adolf") reich und berühmt geworden war, veröffentlichte 1999 seinen - in jeder Hinsicht - fantastischen Roman "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär". Das voluminöse, von Moers selbst illustrierte Opus, das umfangreicher, witziger und besser geschrieben ist, als das meiste, was im deutschsprachigen Feuilleton als "Literatur" firmiert, blieb sechzig Wochen in der Bestenliste des Spiegel und wurde bis heute allein in Deutschland 400.000-mal verkauft. Während er weiterhin Comic zeichnete und sich seinen


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