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Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 17/03 vom 23.04.2003

Zu den wenigen preisenswerten Eigenschaften der Musikindustrie zählt die Neigung, den Markt mit preiswerten Reissues von Alben zu überschwemmen, die vergriffen oder nur zu spinnerten Preisen erhältlich waren. Verve/Universal etwa macht sich einen Spaß daraus, Jazzplatten aus den 60ern und 70ern, die seinerzeit auf A&M, Blue Thumb, Cadet, Impulse u.a. erschienen sind, für wenig Geld in die Läden zu stellen. Ist uns recht!

Jim Hall "Live!" im Trio (1975) seine luftigen Single-Note-Lines erfingern zu hören, ist kein Fehler. Auch der romantische Gitarrenminimalist Gabor Szabo sorgt auf "High Contrast" (1971) gemeinsam mit Bobby Womack und soft-souligen Streichern für extrem entspannte und schmusekompatible Stimmung (Womacks "If You Don't Want My Love"!). Und Buddie Emmons beweist mit seinem "Steel Guitar Jazz" (1963), dass dieses greinende Herzensbrecherinstrument nicht nur für Country und Hawaii-Musik geeignet ist.

Womit wir bei den Kuriosa wären. Auf dem perkussiv gut unterfütterten


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