Alt & Neu: Reggae & Dub-CDs

Kultur | aus FALTER 17/03 vom 23.04.2003

Qualitativ hochwertige Reggae-Reissues gibt es in Hülle und Fülle - kaum ein Produzent und Sänger, von dem nicht ab und zu Vergriffenes oder verborgene Archivschätze veröffentlicht würden. Eine mindestens ebenso wichtige Rolle spielt der Dub in zahlreichen aktuellen Pop/Elektronik-Produktionen, die sich auf das Erbe von King Tubby berufen. Ein kleiner Überblick empfehlenswerter Neuerscheinungen.

Junior Murvin: Police & Thieves (Island/Universal)

Von Lee Perry produziertes Meisterwerk seelenvollen Reggaes mit Reissue-Bonustracks. Einschmeichelnd und doch hochpolitisch, wie der von The Clash gecoverte Titelsong beweist.

Toots & The Maytals: Funky Kingston/In The Dark (Island/Universal)

Zwei Frühsiebziger-Alben der Formation aus Kingston auf einer CD beweisen, dass Reggae verdammt fetzig und funky sein kann.

Bob Marley And The Wailers: African Herbsman (Trojan/Zomba)

Seine besten, weil noch nicht mit Blick auf ein Massenpublikum produzierten Platten nahm der einzige wirklich weltberühmte Reggaekünstler zu Beginn seiner Karriere mit Lee Perry auf.

Diverse: Wackies Sampler Vol. 1 (Wackies/Ixthuluh)

Die wichtigsten Stücke des von den Techno-Dubbern Basic Channel wiederentdeckten Wackies-Labels, für das etwa der von seiner Arbeit mit Massive Attack bekannte Horace Andy einige Alben einsang.

Richard Dorfmeister presents A Different Drummer Selection (Different Drummer/Ixthuluh)

Das englische Label Different Drummer kümmert sich um einen modernen Dub-Begriff, der dabei dennoch den jamaikanischen Roots treu bleibt. Richard Dorfmeister mixt sich auf der CD durch "A Decade in Dub '92-'02".

Burnt Friedman & The Nu Dub Players: Can't Cool (Nonplace/Ixthuluh)

Im Computer hat sich der deutsche Elektroniker seine persönliche virtuelle Reggaekapelle gebastelt. Ein wunderbar originelles Album zwischen Dub, HipHop und schwerem Funk.


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