"Ich hatte einfach Glück"

MICHAEL OMASTA | Kultur | aus FALTER 17/03 vom 23.04.2003

FILM. Mit dem kleinen Schwarz-Weiß-Film "Stranger Than Paradise" begann vor fast zwanzig Jahren die große Karriere von Jim Jarmusch. Anlässlich der Wiederaufführung des Films sprach der "Falter" mit dem Regisseur. 

Wie komisch", heißt es in einem seiner Filme einmal, "da kommt man woanders hin, und trotzdem sieht alles gleich aus." Ähnlich verhält es sich mit dem Ruvre des heute fünfzigjährigen US-Amerikaners Jim Jarmusch, dessen Filme - von seinem Debüt "Permanent Vacation" (1982) bis zu "Ghost Dog: The Way of the Samurai" (1999) - einem unvergessen bleiben: karg, lakonisch, gesättigt von schwarzem Humor, eben unverwechselbar.

  Bereits sein zweiter Film, "Stranger Than Paradise" von 1985, erlangte, auch hierzulande, Kultstatus: Die in langen, ungeschnittenen, nur durch Schwarzfilm getrennten Sequenzen vorgetragene Geschichte handelt von der jungen Ungarin Eva (Eszter Balint), die in New York ihren Cousin Willie (John Lurie) aufsucht, diesem und seinem Freund Eddie (Richard

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