Krachende Kaisersemmel

Stadtleben | JULIA ORTNER und CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 17/03 vom 23.04.2003

BROTKAMPF. Der Wiener Backkonzern Anker ist am Zerbröseln. Die drei anderen Großbäcker der Stadt lauern auf neue Filialen, kämpfen mit Marketinggags und Snackoffensiven um den stagnierenden Brotmarkt. Wer bleibt im Krieg ums Kipferl auf der Strecke? 

Da schau her: alles leer", heißt es auf den Plakaten, die in den Anker-Filialen immer dann in die Auslage gestellt werden, wenn Geschäftsschluss ist. Ob wirklich alles ausverkauft ist oder Unverkauftes in die Brotfabrik zurückgeschickt wird? So ein Plakat signalisiert zumindest, dass der Ansturm auf die Filiale groß gewesen sein soll - auch wenn beim Anker die guten Zeiten vorbei sind. Der Wiener Backwarenkonzern ist am Krachen, eine Kaisersemmel nichts dagegen. Vom einstigen guten Ruf des Wiener Traditionsunternehmens ist nicht viel übrig, der Absatz bröselt vor sich hin. Vergangenes Jahr wurden schon 97 Filialen des größten österreichischen Backwarenkonzerns geschlossen. Weil sie veraltet, schlecht besucht, unrentabel waren,


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