Sideorders: Mu Qua Nju

Stadtleben | aus FALTER 17/03 vom 23.04.2003

Vor knapp zwei Jahren ging das große Lokalaufsperren im MuseumsQuartier mit Bernd Schlachers Halle in der ehemaligen Winterreithalle los. Viele Befürchtungen, dass hier der gastronomische Kannibalismus fröhliche Urständ feiern würde, beziehungsweise dass man überall und immer haargenau das gleiche Szenefutter bekommen werde, erfüllten sich nicht. Das einzige Opfer bisher war die Mumok-Bar, was insofern schade ist, als hier das beste Essen des gesamten Areals geboten wurde. In den nächsten Wochen und Monaten wird Phase zwei des kulinarischen MuseumsQuartiers erfolgen, und zwar dergestalt:

MQ Daily Mitte des Jahres wird im Eingangsbereich ein Biogreißler und Take-away-Restaurant der Waldviertler Firma Sonnentor aufmachen. Die etwa 500 Bediensteten und Bewohner des MuseumsQuartiers können dann hier die beliebte Yin-Gute-Laune-Suppe oder die Yan-Energie-Suppe erwerben. Möge die Übung gelingen.

Il Museo Angeblich im Mai ist es so weit: Die in wahrhaft atemberaubendem Tempo umgebaute Mumok-Bar soll dann begehbar sein. Betrieben wird das bisher unter seiner versteckten Lage leidende Museumscafé vom niederösterreichischen Cateringbetreiber Gastrobelle, was küchenmäßig dann auf uns zukommt, kann man im Internet sehen. Ich sage nur: "Avocadoschiffchen mit Shrimps in Cocktailsauce." Ebenfalls neu wird die Dachterrasse und der Zugang über den schwebenden Steg sein.

Glacisbeisl Im Mai, wenn Kallco die letzte Lücke im MuseumsQuartier Richtung Neubau endgültig zubaut, wollen auch die Bar-Italia-Leute mit dem Umbau des Glacisbeisls beginnen. Roland Traunbauer, legendärer Stomach-Koch, dann Szell, dann Palmenhaus, machte das Konzept, ob sichs noch heuer ausgehen wird, bleibt fraglich. Jedenfalls hat das Glacisbeisl mit Sicherheit dann den schattigsten Garten im Muqua. F. H.


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