Fragen der Reife

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 18/03 vom 30.04.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Über die Pensionsreform, den Gott des Karpfenteichs und den verschwundenen Finanzminster. 

Wolfgang Schüssel, jener Mann, der uns vor der Wahl versichert hatte, die Pensionen seien sicher, die Reform halte bis 2020, hat nun beschlossen, die Prämie für diese Versicherung müsse doch vorzeitig erhöht werden. Damit hat er seinem Zeitplan um achtzehn schlanke Jährchen vorgegriffen, eine Zeit, die ein vifer Österreicher braucht, um ins Jahr der Matura, der Erlangung von Reife zu gelangen. Der frühreife Schüssel macht natürlich keine Pensionsreform, sondern ein Pensionssicherungsgesetz (sicher ist sicher), das uns der Einfachheit halber gleich als Budget-Begleitgesetz entgegenkommt. Die Wählerschaft ist begeistert, sie hat ihren Meisterreformer selbst gewählt, genauso hat sie sich das vorgestellt, nun wird sie zur Belohnung in eine bessere Zukunft begleitet.

Merkwürdig scheint nur, dass der, dessen Budget das Pensionsgesetz begleiten soll, so dezent in


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