Im Würgegriff

KONRAD BECKER, MARTIN WASSERMAIR | Vorwort | aus FALTER 18/03 vom 30.04.2003

KOMMENTAR. Kulturpolitik: Im Bund repräsentativer Kulturalismus, in Wien Stillstand, die Opposition zahnlos. 

"Ein Feuerwerk der Maßnahmen für Wien" versprach Bürgermeister Häupl Ende Februar am Rande der SP-Klubtagung in Rust. Wir hoffen, dass sich dahinter nicht ein Flächenbrand der Ideenlosigkeit verbirgt - oder ein Hornberger Schießen. Pyrotechnik ist eine hohe Kunst, ohne Vorbereitung und Planungen muss sie misslingen. Im 100-Punkte-Programm der Stadtregierung wird zum Beispiel der unter Punkt 89 geplante "Weltkongress des Wissens" bestenfalls zum feuchten Knallfrosch, wenn man sich die unsichere Zukunft des Depots vor Augen führt, dessen Funktion als Raum für Theorie und Diskurs im Kontext zeitgenössischer Kunst von keiner anderen Institution in Wien erfüllt wird.

Seit Bundeskanzler Schüssel ist vor allem auch Wien einer rechtskonservativen Gesellschaftspolitik ausgesetzt. Mit einer klaren Mehrheit in der Stadt hat die SPÖ seit April 2001 Zeit gehabt, ihre Zielformulierungen

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