Tod eines Weltbeschreibers

Medien | ARMIN THURNHER | aus FALTER 18/03 vom 30.04.2003

NACHRUF Über den letzte Woche verstorbenen deutschen Journalisten Herbert Riehl-Heyse. Persönliche Erinnerungen und allgemeine Betrachtungen. 

Mittwochmittag hatte ich das "Streiflicht" gelesen, die unnachahmliche Glosse auf Seite eins der Süddeutschen Zeitung. Nie ist sie gezeichnet, aber ich hätte schwören mögen, dieses "Streiflicht" wäre von Herbert Riehl-Heyse gewesen. Es handelte vom Tod des Münchner Fußballstars Brunnenmeier, eines Kickers aus jener anderen Welt, als die Stadien noch "Rote Erde" hießen und nicht Bayarena, als die Spieler noch Bier tranken und deswegen kein bisschen schlechter spielten, als ihre Karrierewünsche sich nicht auf ein Milliardärsdasein, sondern auf eine Existenz als Kiosk- oder Tankstellenbesitzer richteten. Der Krebstod hatte Rudi Brunnenmeier mit 62 Jahren ereilt.

  Ein starkes Indiz, dass die Kolumne von Riehl-Heyse stammte, schien mir die Erwähnung der Aufstellung von 1860 München, das mit Mittelstürmer Brunnenmeier 1966 zum letzten


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