Kommentar: Neues und Altes aus Burg und Oper

Kultur | C.FASTNER/W.KRALICEK | aus FALTER 18/03 vom 30.04.2003

So groß ist die Wiener Staatsoper nun auch wieder nicht, dass sie ihren Schatten bis zum nahe gelegenen Palais Lobkowitz würfe. Doch zumindest der gewaltige Einfluss von Opernplatzhirsch Ioan Holender war im dort untergebrachten Theatermuseum deutlich zu spüren, als der designierte Volksopern-Direktor Rudolf Berger hier am vergangenen Montag sein erstes Programm für die kommende Saison vorstellte (siehe Seite 70). Nach vier Jahren, in denen Dominique Mentha wenigstens versuchte, dem Haus am Gürtel ein eigenständiges und zeitgemäßes Profil zu verleihen, schwenkt Nachfolger Berger nun radikal um: auf Kuschelkurs mit dem Herrn am Ring - für den er als Chefdisponent übrigens schon von 1990 bis 1994 gearbeitet hatte.

Natürlich kann man Bergers erste "Spielzeit des Übergangs" nicht noch vor deren Beginn beurteilen. Doch über die Richtung, in die er das Haus führen möchte, lässt der neue Direktor schon jetzt keine Zweifel aufkommen: Sätze wie "Wir wollen weder zerstören noch verstören",


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