WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 18/03 vom 30.04.2003

Binsenwahrheit: selbstverständlich

Dass Lajos Dudas immer dann am allerbesten ist, wenn er musikalische Nischen besetzt, ist eine Binsenwahrheit, die trotz aller ihrer Selbstverständlichkeit nach einigen Jahren stilistischer Abstinenz fast schon in Vergessenheit zu geraten drohte.

Erklärt uns die jazzzeit.

Kommentar: unnötig

Eigentlich müsste man zu dieser Duo-CD keinen Kommentar abgeben, denn beide Musiker sind dem österreichischen Publikum bestens bekannt. Wenn nicht, dann ist der Nachholbedarf dringend angeraten.

Noch einmal die jazzzeit.

Welt: schrecklich

Was ist aus ihm geworden, dem weisen und gerechten Kalifen von Bagdad? Ein selbstgerechter, menschenverachtender Tyrann. Was ist aus ihnen geworden, den Einwanderern in die bessere, freiere Neue Welt? Ein Volk, das einen Präsidenten gewählt hat, der einen persönlichen Macht- und Rachefeldzug führt (...) Was ist geworden aus dem "ja" am Hochzeitstag? Zwei Menschen, die verbittert und enttäuscht die Träume und Hoffnungen von damals zu Grabe getragen haben (...) Was ist geworden aus dem Schutz der Familie? Eltern, die dem Götzen Wohlstand dienen und ihre Kinder der Köchin Mc Fast Food, der Amme Straße, Glotze, Handy oder Computer überlassen. Was ist aus den Politikern geworden, die aufrecht und aus ganzem Herzen als Erstes dem Wohl des Staates dienten? Ein Haufen korrupter, inkompetenter Leute, die sich um das Wohl des Volkes als Allerletztes kümmern.

Aus Ihr Einkauf. Schrecklich, aber was, Frau Irene Seidl, sollen wir tun?

Der Friede, auf den die ganze Welt hofft, der wird erst dann Wirklichkeit werden können, wenn wir uns auf den einfachen Spruch besinnen, der seine Gültigkeit nie verliert: "Jeder kehre vor seiner eigenen Tür, dann ist die ganze Stadt sauber."

Danke, Frau Seidl!


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige