Tränen in Originalfassung

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 18/03 vom 30.04.2003

THEATER. Kambodscha, Kosovo, Spiegelgrund: In dem mehrteiligen SchauspielhausProjekt "Mythen der Erinnerung" geht es um historische Massaker - und darum, wie man davon überhaupt erzählen kann. 

So wie ein gutes Bild auch das Malen selbst zum Thema hat, ein gutes Buch das Schreiben und ein guter Film das Kino, so handelt eine gute Theateraufführung immer auch vom Theater. Menschen stehen auf einer Bühne, wo sie vor anderen Menschen sprechen, singen oder tanzen - muss das wirklich sein? Eine Frage, die das Theater immer wieder aufs Neue beantworten muss. Selten fällt die Antwort so zwingend aus wie in "The Continuum: Beyond the Killing Fields" von Ong Keng Sen - einer kleinen Performance, die von einem großen Verbrechen erzählt: den "Säuberungsaktionen" des kommunistischen Pol-Pot-Regimes in Kambodscha, dem zwischen 1975 und 1979 bis zu zwei Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind.

  Drei Frauen und ein Mann sprechen, singen und tanzen auf einer Bühne. Die Frauen sind Tänzerinnen,


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