"Geil, Kinski K.!"

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 18/03 vom 30.04.2003

KINO Klaus Kinski ist wieder in Wien. Zwei Ausstellungen und ein wiederentdeckter früher Film erinnern an den unsteten Mimen und seinen Wienbezug. 

Vor elf Jahren starb mit Klaus Kinski einer der schillerndsten (Selbst-)Darsteller, die das deutsche Kino hervorgebracht hat: ein Akteur, mit dem man eher physische Präsenz (starre blaue Augen, prominente Lippen, fahrige Gestik) und einen Hang zu Hysterie und Schmiere verbindet als subtiles Handwerk. Im Mythos, der die Kinski-Biografie durchweht (und der seinen Biografen und Apologeten auch mal das Hirn vernebelt), sind der Künstler und seine Rollen ident. Urheber dieses Gesamtkunstwerks war zuallererst Kinski selbst, aber auch Werner Herzog, mit dem Kinski seine fünf wichtigsten Filme drehte (von "Aguirre", 1973, bis "Cobra verde", 1988) sowie Fans und Kritiker, geeint in der Verkultung von Kinskis öffentlichem Leben.

  Um letztere kreist auch die jüngste Welle von Kinski-Memorabilia, die Anfang April Wien erreicht hat: Mit dem wiederentdeckten


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