Des Denkmals Kern

Politik | MANFRED WIENINGER | aus FALTER 19/03 vom 07.05.2003

8. MAI. Am Jahrestag der Kapitulation Hitler-Deutschlands werden Burschenschafter wieder einen Gedenkkranz beim "Toten Krieger" am Heldenplatz niederlegen. Wofür steht eigentlich dieses Monument, und wer war sein Erbauer? 

Diesmal braucht der Innenminister nicht die halbe Innenstadt abzuriegeln. Diesmal werden jene, die den 8. Mai als Tag der Befreiung feiern, beim "Russen-Denkmal" am Schwarzenbergplatz stehen, um dort das Ende des Nationalsozialismus zu würdigen.

  Vor einem Jahr, als sich der Jahrestag der Kapitulation Nazi-Deutschlands zum 57. Mal jährte, wollten linke Demonstranten und rechte Burschenschafter gleichzeitig auf den Heldenplatz marschieren. Im Vorfeld hatte der ehemalige FPÖ-Abgeordnete Wolfgang Jung erklärt, dass der 8. Mai im burschenschaftlichen Milieu als "Tag der totalen Niederlage" gelte. Das saß. Gegendemonstranten meldeten Protestveranstaltungen an, Wiens Bürgermeister Michael Häupl verkündete, dass er "keine Kundgebung von Nazi-Verrückten" wünsche.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige