Kommentar: "Im Interesse der Kunstschaffenden"

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 19/03 vom 07.05.2003

Freitag voriger Woche erhielt Ferry Radax das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse. Ich weiß nicht, wie viel die Ausrichtung so eines kleinen Festaktes im Bundeskanzleramt kostet, finde das aber in diesem Fall - der Würdigung eines Regisseurs, der Anfang der Sechziger mit seinem Experiment "Sonne halt!" ein ganz neues Kapitel heimischer Filmgeschichte aufgeschlagen hat - auch nicht wirklich relevant. In diesem Sinne, verspätet, aber doch: Gratulation, Herr Radax!

Vergegenwärtigt man sich allerdings, was letzte Woche sonst noch passiert ist, gewinnen selbst derlei Akte symbolischer Kulturpolitik an Brisanz. Die Rede ist von der Austria FilmCoop, einer anno 1968 von den maßgeblichen Filmemachern des Landes (Ernst Schmidt jr., Kurt Kren, Valie Export, Hans Scheugl, Gottfried Schlemmer und Peter Weibel) gegründeten Institution, die Pionierarbeit leistete und die hiesige Avantgarde international bekannt machte.

Natürlich ist die Coop von heute nicht mehr


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