Helden von heute

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 19/03 vom 07.05.2003

MUSIK. Wir Sind Helden helfen demnächst mit ihrem charmanten Achtzigerpop dabei, die Wiener Festwochen zu eröffnen. 

Die selbst ernannten "Synthie-Pop-Punks" von Wir Sind Helden definieren ihre Musik selbst lakonisch mit der Formel "28 Prozent Synthie, 34 Prozent Punk und 38 Prozent Pop". Das mittlere Element erweist sich zwar eher als Referenz an die Neue Deutsche Welle; am Reiz der Band ändert sich dadurch aber nicht das Geringste. Ganz im Gegenteil: Die charismatische Sängerin, Gitarristin und ehemalige Liedermacherin Judith Holofernes liefert mit ihren drei Jungs den Beweis dafür, dass sich betont frecher deutschsprachiger Pop im Geist der Achtziger auch als zackiger Glücksfall entpuppen kann und nicht, wie bei ihren Berliner Kollegen von Mia, zum zickigen Wegwerfprodukt verkommen muss.

  Nachdem Wir Sind Helden im Herbst letzten Jahres durch die fünf wunderbaren Ohrwürmer ihrer selbst produzierten und inzwischen vergriffenen Debüt-EP "Guten Tag" zum Underground-Geheimtipp


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