"Wiedervereinigtes Lachen"

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 19/03 vom 07.05.2003

FILM. Die Tragikomödie "Good Bye, Lenin!" wurde in Deutschland überraschend zum Kassenhit. Der "Falter" sprach mit Regisseur Wolfgang Becker über die Ursachen des Erfolgs. 

Es gibt bestimmte Begriffe, die kann Wolfgang Becker einfach nicht mehr hören: "Retro" zum Beispiel, "Ostalgie" oder die Bezeichnung von "Good Bye, Lenin!" als "DDR-Komödie". Da holt er dann tief Luft, und man merkt, dass er schon eine ganze Menge Versuche von Interviewern, seinen Film mit Labels zu versehen, abgewehrt hat.

  In den deutschen Kinos geht "Good Bye, Lenin!", der mit dem Slogan "Die DDR lebt weiter - auf 79 qm!" beworben wird, mittlerweile in die zwölfte Woche. Fünfeinhalb Millionen Menschen haben ihn seit seinem Start im Februar gesehen, das sind - um einen prominenten Maßstab anzulegen - mehr als doppelt so viele Zuschauer, wie sie seinerzeit Tom Tykwers "Lola rennt" in Deutschland hatte. Ein derart großer Ansturm kam wohl auch für Produzenten und Verleiher etwas unerwartet, die die Anzahl


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