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Kultur | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 19/03 vom 07.05.2003

LITERATUR. Der "SZ"-Kolumnist und "Streiflicht"-Autor Axel Hacke legt den Kolumnenband "Das Beste aus meinem Leben" vor und liest in Wien. 

Ein greinender und flennender Peter Handke stand eines Morgens vor der Tür von Axel Hacke, einen Packen Papier unter dem Arm geklemmt. Ein Riesending von Buch, so sprach der Dichter, habe er in mühevoller Kleinarbeit geschrieben, sanft sei der Bleistift über das Papier geglitten, allein: Keinen Titel habe er für den Wälzer. Axel Hacke, ein Freund der schönen Künste und ein wohlmeinender Mensch, hat Handke daraufhin das Wort "Niemandsbucht" gratis vermacht. Gutes Zureden fruchtete beim greinenden Dichter nichts: "Nennen Sie Ihre Schwarte Die Angst des Tormanns beim Elfmeter zwei' oder Die rechtshändige Frau'"; Handke gab dem Buch dann doch noch einen Titel à la Handke, nannte es "Mein Jahr in der Niemandsbucht" und ging froh von dannen.

  Die frei erfundene Episode mit dem berühmten Dichter, der sich die berühmten Haare rauft, ist erstmals


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