Kebap und Kunst

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 19/03 vom 07.05.2003

BRUNNENVIERTEL. Multi-Kulti-Flair, schmuddeliger Arbeiterbezirk und aufstrebendes Künstlerviertel: Die Gegend rund um den Ottakringer Brunnenmarkt soll umgestaltet werden. Die Brunnenviertler glauben trotzdem nicht, dass ihr Grätzel jetzt richtig schick wird. 

Der Anker ist weg, der dm ist weg, und der Meinl hat auch keine Filiale mehr im Grätzel. Nur den Marmeladenhersteller Staud, sagt Eva Zavoral, den gebe es noch. Wenn Zavoral, 67, über das Brunnenviertel spricht, dann blickt sie nachdenklich drein, und manchmal seufzt sie auch. Seit vier Generationen betreibt ihre Familie ein Tapetengeschäft, das 1889 hier in Ottakring in der Brunnengasse gegründet wurde und jetzt gleich ums Eck in der Payergasse liegt. Heute ist Sohn Joschi der Chef, davor war es Eva Zavorals Mann, davor dessen Vater und davor dessen Vater. "In jedes leere Geschäft kommt eine türkische Bäckerei oder ein Wettbüro hinein", sagt Zavoral, die im selben Haus, in dem sich das Geschäft befindet, auch wohnt. Der


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