Sideorders: Die Platzhirschen

Stadtleben | aus FALTER 19/03 vom 07.05.2003

Dass es nicht unbedingt ein schlechtes Business ist, da am Graben so einen umzäunten Schanigarten zu haben, kann man sich schon vorstellen. Und dieses Business teilt man nicht gerne, weshalb die Graben-Kaufleute auch in einer seltsamen Zunft zusammengefasst sind. Ein Nicht-Graben-Lokal kam bisher jedenfalls noch nie mit einem Schanigarten durch.

Aida, 1., Stock-im-Eisen-Pl. 2, Mo-Fr 6.30-22, Sa 7-22, So 9-22 Uhr.

Über die Aida wurde eigentlich schon alles gesagt, sogar ein Buch geschrieben (Clarissa Stadler: "Mit reinster Butter"). Grandios anachronistisch, von Touris gestürmt. Achtzig Gartenplätze.

De l'Europe, 1., Graben 31, Mo-Fr 7-24, Sa, So 8-24 Uhr.

Schwieriger Fall, denn viele Europe-Fans haben den Besitzerwechsel nie ganz akzeptiert. Den Touristen ist das eher wurscht, die freuen sich am Gelato.

Chattanooga, 1., Graben 29a, tägl. 7-2 Uhr.

Noch ein Dinosaurier mit 200 Gartenplätzen.

Segafredo, 1., Graben 29, Mo-Do 8-24, Fr, Sa 8-1, So 9-24 Uhr.

Hat die Graben-Schanigartenszene 1990 komplett aufgemischt, brachte junge Schönmenschen dorthin, wo vorher nur Omi und Touri saßen. Heute kaum noch Unterschiede. 176 Gartenplätze.

Lehmann, 1., Graben 12, Mo-Sa 8.30-19 Uhr.

Traditionsreiche Konditorei, setzte schon früh auf Illy und überrascht immer wieder mit grandiosen Krapfen und Golatschen. 55 Gartenplätze.

Meinl, 1., Graben 19, Mo-Fr 7.30-19.30, Sa 7.30-17 Uhr.

Seit einem Jahr gibt es das Café jetzt, und in diesem Jahr passte man das ursprüngliche Konzept einigermaßen an. Trumpf ist der Schanigarten.


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