StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 19/03 vom 07.05.2003

Der kleine Leberegel, zum Beispiel, eine parasitäre Lebensform der Sonderklasse: Der kommt bei Schafen hinten heraus. Der Kot schmeckt den Schnecken. Die Ameisen machen sich über das Schleimgetier her; die Larven arbeiten sich ins Gehirn der Krabbler vor. Eine Ameise mit einer Larve im Kopf geht abends dann nicht mehr in den Bau schlafen, sondern verbeißt sich in einen Grashalm. Die Schafe warten schon. Für Helmut Sattmann, 48, ist die Welt der animalischen Parasiten und Schmarotzer "unglaublich faszinierend. Ein eigener Kosmos tut sich da im Kleinen auf. Parasiten sind überall, wo es Leben gibt." Ganz einfach ist es für den Parasitenexperten des Naturhistorischen Museums allerdings nicht, seine Faszination auch zu vermitteln. "Grauslich, pfui, ekelig, brrr", muss er des Öfteren hören. Abhilfe soll ab sofort die ebenso wunderbare wie verwunderliche Ausstellung "Inmitten Parasiten" im Haus am Ring schaffen. Motto: "Equal Rights for parasites!" Infos: www.nhm-wien.ac.at Wo. P.


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