Irak, Iran, EU

RAIMUND LÖW | Vorwort | aus FALTER 20/03 vom 14.05.2003

AUSLAND. Die Politik der Hardliner in Washington hat ein neues Ziel: den Iran. Und sie lässt der EU wenig Zeit. 

Die Argumentationslinie klingt bekannt: Der Schurkenstaat sei drauf und dran, gefährliche Massenvernichtungswaffen zu entwickeln. Internationale Verträge sind verletzt. Die Weltgemeinschaft sei verpflichtet zu handeln, die Vereinten Nationen seien gefordert. Für den Fall, dass diese ihren Aufgaben nicht nachkommen, halten die Vereinigten Staaten sich auch andere Optionen offen. Die Vordenker des Pentagons erwägen die Möglichkeit eines Regimewechsels, und zur Sicherheit hilft man der radikalen Opposition im Exil, sich zu organisieren und zu bewaffnen.

  Die Rede ist nicht von Saddam Hussein und dem inzwischen beseitigten irakischen Regime, sondern von der nächsten Etappe im imperialen Feldzug der neokonservativen Revolutionäre in Washington, D.C. Das Ziel ist der Iran, und die Zeichen trügen nicht. Noch ist die versprochene demokratische Zukunft für den Irak in weiter

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