Lästige Bildung

Vorwort | PETER FILZMAIER | aus FALTER 20/03 vom 14.05.2003

SCHULE. Sechs Gründe dafür, warum politische Bildungsarbeit in Österreich ein Schattendasein führt. 

Am 15. Mai enden dreiwöchige Aktionstage für politische Bildung. Es folgt die Rückkehr in den tristen Alltag politischer Bildungsarbeit in Österreich. In der Erwachsenenbildung ist das ein Randthema - Kochkurse sind beliebter -, und im Schulbereich eine Kuriosität.

  Bundesministerin Elisabeth Gehrer hat soeben die Stunden des erst 2001 an Gymnasien eingeführten Faches politische Bildung gekürzt. Brandneue Schulbücher und Lehrpläne - ein Jahr lang war ohne solche unterrichtet worden - sind nun schon wieder veraltet. Gleichzeitig wurden alle Bundesseminare zur Fortbildung der das Fach unterrichtenden Lehrer abgesagt.

An allgemein- und berufsbildenden Schulen wird politische Bildung mehrheitlich mit Geschichte, Recht und/oder Wirtschaft kombiniert. Politische Bildung gibt es außerdem als Unterrichtsprinzip, das heißt für alle Schultypen und -fächer. Mathematiklehrer, die


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