WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 20/03 vom 14.05.2003

WAS WAR

Zoff um Heller Vergangenes Wochenende wurde auf dem Gelände des ehemaligen KZ Mauthausen ein neues Besucherzentrum eröffnet. Es soll erinnern, dass in dem Vernichtungslager 200.000 Menschen inhaftiert und die Hälfte davon ermordet wurden. 1945 wurden die Insassen des Lagers von US-Truppen befreit. Der Jahrestag der Befreiung ist mit Misstönen zu Ende gegangen. Vertreter der US- Botschaft haben auf eine Rede André Hellers erzürnt reagiert, weil dieser die irakischen Kriegskosten mit den Kindern, die an Malaria sterben, aufrechnete. Nun wird ein Protestbrief an das Außenministerium erwartet.

WAS KOMMT

Schwere Zeiten für Kultusgemeinde Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des European Jewish Congress, Michel Friedman, wandte sich Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, vergangene Woche an die Öffentlichkeit: Sollte die Regierung ihre Zuschüsse nicht deutlich erhöhen, müsse Wiens jüdische Gemeinde ab Juli erste Einrichtungen schließen. Seit Jahren kämpft Muzicant um eine Entschädigung für das in der NS-Zeit geraubte Vermögen seiner Gemeinde - bisher ohne Erfolg. Die Chancen für eine Einigung in den nächsten Wochen sind gering, Muzicant liegt mit Kanzler Schüssel im Clinch: Im Jänner 2001 hatte sich Muzicant geweigert, das Washingtoner Abkommen, das die Entschädigungen der Republik für NS-Opfer regelt, zu unterzeichnen, weil seine Gemeinde bei den Verhandlungen leer ausgegangen war.

WAS FEHLT

Zugang zu Uni-Stipendien Durch eine Neuregelung der Studienbeihilfe wird es für Studierende in Zukunft schwieriger, Stipendien zu erhalten. Genügte bisher der Nachweis sozialer Bedürftigkeit und ein günstiger Studienerfolg, so müssen Studenten bald bis zu sechzig Prozent mehr Leistung auf der Uni nachweisen. Betroffen von dieser Neuregelung sind vor allem Berufstätige sowie Studenten mit Kindern, kritisieren die Fachschaftslisten auf der Universität.


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