PENSIONSREFORM: Wie man sie fairer machen könnte

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 20/03 vom 14.05.2003

Mit der Pensionsreform eilig haben es nur Wolfgang Schüssel und seine ÖVP. Die Sozialpartner hingegen wünschen sich Zeit bis Herbst, um ein eigenes Konzept auszuarbeiten. Auch Bundespräsident Thomas Klestil empfiehlt der Regierung einen Aufschub. Und selbst FPÖ-Vizekanzler Herbert Haupt tritt auf die Bremse: Er will sich mit den Kontrahenten beim Präsidenten an einen runden Tisch setzen.

  Was soll dabei herauskommen? Wie könnte eine faire Pensionsreform aussehen?

  Die Regierung sollte ihren Entwurf noch gründlich überarbeiten, meint Alois Guger, Pensionsexperte des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo. Beginnen könnte sie beim Herzstück der Reform, dem so genannten Durchrechnungszeitraum. Ab nächstem Jahr wird dieser jährlich um zwölf Monate verlängert, bis sich die ASVG-Pensionen ab 2028 nicht mehr wie bisher aus den besten 15, sondern aus den besten vierzig Versicherungsjahren errechnen. Damit werden auch Jahre mit niedrigerem Einkommen einbezogen. An sich ein logisches


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige